1. Mai in Erlangen

Diesen Gedanken, diese Forderung, griffen auch die Arbeitslosenberatungsstellen der Arbeitnehmerpastoral im Erzbistum Bamberg auf und interpretierten sie auf ihre Weise. Schließlich ist nicht von vornherein klar, wie denn Europa richtig wäre. Unsere Kernforderung lautete „Rettet den Sozialstaat vor der Profitgier!“ Zur bildhaften Verdeutlichung fertigten zwei Leute einen goldenen Kraken, der mehrere Menschen in seinen Armen gefangen hält: eine Ärztin, eine Reinigungskraft, einen Hartz-IV-Empfänger, eine alte Frau, eine Blinde, eine Arbeiterin, eine Kranke. Der Begleittext des Handzettels besagt: Die Profitgier hat uns alle im Würgegriff! So ausgerüstet begleitete eine stattliche Gruppe den Demonstrationszug durch Erlangen. (Siehe Bildergalerie)
In einem kurzen Redebeitrag bei der Kundgebung erläuterte Bernd Schnackig, dass Europa in den letzten 30 Jahren zu einer „kapitalistischen“ Veranstaltung verkommen ist. Die Frage der finanziellen Rentabilität bestimme das Denken und Tun aller Menschen und staatlichen Institutionen. Er rief auf, das eigene und das staatliche Denken und Tun vom alleinigen Maßstab rentablen Geldes zu befreien und das Geld durch Menschlichkeit zu ersetzen.









