Zum Inhalt springen

Für Freude statt Frust am Fahren

Fernfahrer-Frühschoppen
Datum:
Veröffentlicht: 3.5.18
Von:
Kath. Betriebsseelsorge

Fernfahrer Frühschoppen feiert 10 jähriges Bestehen

Seßlach/Coburg. „ Es war ein besonderer Kairos, als vor 10 Jahren Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht von der Regierung in Oberfranken, der Verkehrsinspektion, der Gewerkschaft Ver.di und der katholischen Betriebsseelsorge das gemeinsame Interesse bekundeten für die Berufskraftfahrer aus der Region einen Raum des Gesprächs zu veranstalten“, erinnert sich Betriebsseelsorger Norbert Jungkunz.

„ Es war ein besonderer Kairos, als vor 10 Jahren Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht von der Regierung in Oberfranken, der Verkehrsinspektion, der Gewerkschaft Ver.di und der katholischen Betriebsseelsorge das gemeinsame Interesse bekundeten für die Berufskraftfahrer aus der Region einen Raum des Gesprächs zu veranstalten“, erinnert sich Betriebsseelsorger Norbert Jungkunz. Vielleicht waren es die Veränderungen im Fahrpersonalrecht, der Sozialvorschriften und die Einführung der digitalen Fahrerkarte, die einen erhöhten Informationsbedarf nach sich zogen, weiß Gerhard Trinkwalter von der Gewerbeaufsicht zu berichten. Von Seiten der Gewerkschaft Ver.di waren es die Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen auf der Straße, ergänzt Harald Kober, Betriebsrat und Ver.di Bezirksvorsitzender. Die Schwerlastkontrolltruppe der Verkehrspolizeiinspektion Coburg sah die Chance mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen, berichtet Michael Lang vom VPI Coburg. Sein Kollege Franz Zach hatte die guten Erfahrungen bei den Fernfahrer Stammtischen erkannt.

Diese guten Erfahrungen haben sich bestätigt. So laden die vier Veranstalter drei oder vier Mal im Jahr nach Coburg und Lichtenfels am Sonntagmorgen zum Fernfahrer Frühschoppen ein. In den Veranstaltungen ist Raum für aktuelle Information und Austausch über Erfahrungen und Arbeitsbedingungen, die Partnerschaft im Straßenverehr wird gefördert und die Sicherheit beim Fahren wird verbessert. Diese Ziele teilen die Berufskraftfahrer. Sie nutzen die Gelegenheit Fragen zu stellen, ernste Probleme anzusprechen, Hilfe zu erfahren, Frust los zu werden und Freude zu tanken.

„Es geht uns um den Menschen, der diese verantwortungsvolle Tätigkeit wahrnimmt. Als Betriebsseelsorger und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Kirche für Fernfahrer gehören diesen Frauen und Männern mein Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit. Deshalb lade ich diese Berufsgruppe gerne ein“, betont der Fernfahrerseelsorger Jungkunz.

Die Probleme sind in den letzten Jahren nicht weniger geworden. Zeit-und Konkurrenzdruck, Sozialdumping, Lohndumping, höheres Verkehrsaufkommen, tausende Parkplätze zu wenig, Abzocke an den Rasthöfen, schlechtes Image und Fahrermangel werden weiterhin die Themen in der Zukunft sein.

Gerhard Trinkwalter herzlich verabschiedet

In den Ruhestand verabschiedet wurde bei der Veranstaltung in Sesslach ein Gründungsvater des Fernfahrer Frühschoppens. Gerhard Trinkwalter, über 30 Jahre bei der Gewerbeausicht war er für den Arbeitsschutz und die Arbeitssicherheit tätig. Weil diese Gesetze den Menschen und seine Gesundheit schützen, hat er seine Arbeit mit Freude und Engagement getan. Norbert Jungkunz, Harald Kober und Michael Lang drückten ihm ihre Wertschätzung durch ein kleines Geschenk aus. Die Frühschoppengemeinschaft dankte ihm mit herzlichem Applaus.