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Neue „Fernfahrer-Bibel“ der Betriebsseelsorge vorgestellt

Fernfahrerbibel
Datum:
Veröffentlicht: 10.9.18
Von:
Andreas Kirchhof, HB Nr. 36

„Die Bibel ist so etwas wie ein Navi“

Eine neue „Fernfahrerbibel“ stellte Norbert Jungkunz, Betriebsseelsorger des Erzbistums Bamberg, jetzt beim Trucker-Treffen in Lichtenfels vor. Das Buch „OnTour“ mit Hörbuch und Website ist für Menschen gedacht, die beruflich viel Zeit auf den Straßen, Autobahnen und Parkplätzen der Raststätten verbringen.

Jungkunz erklärte, das Buch sei für Fernfahrer gemacht – dabei seien aber auch Taxi- und Cheffahrer, Außendienstmitarbeiter, die lange Wege zu bewältigen haben, und die Fahrer von Paketdiensten einbezogen.

Das Leben und Arbeiten auf den Straßen stelle viele Herausforderungen, ist die Meinung der sechs Fernfahrerseelsorger, die aus den Bistümern Augsburg, Mainz und Rottenburg Stuttgart sowie der Erzbistümer Bamberg, Freiburg und München/Freising kommen. Zusammen mit der Akademie Bruderhilfe finanzierten diese Bistümer auch das Projekt.

Die Fahrer der großen LKWs müssten vielfach ihre Freizeit im Truck auf einem Rastplatz verbringen, berichtete Jungkunz. Aber nur selten erführen sie eine adäquate Wertschätzung für ihre Leistung. Das Buch „OnTour“, das bei Veranstaltungen und Betriebsbesuchen verschenkt werde, sei ein kleines Zeichen des Dankes: „OnTour soll in frohen und traurigen Momenten ein persönlicher Begleiter sein und angesichts von erlebten Widrigkeiten Mut machen.“

In dem Buch ist das Lukasevangelium abgedruckt, das mit Denkanstößen der Betriebsseelsorger versehen wurde, um die Heilige Schrift für den Alltag lebendig werden zu lassen. Jungkunz betonte: „Der Alltag des Lebens mit seinen Belastungen und seinen Kämpfen ist für Lukas der Weg zu einem gelingenden Leben als Glaubende. Jesus geht diesen Weg als ,Anführer des Lebens‘ auch heute mit uns auf den Straßen dieser Welt.“

Im Vorwort des Buches schreibt Reinhard Kardinal Marx: „Diese Fahrerbibel OnTour möchte sie auf ihren Fahrten begleiten. Auch die Bibel erzählt von Menschen, die unterwegs sind. Sie erzählt von ihren Wünschen nach Schutz und Geborgenheit und von ihrer Sehnsucht, gut ans Ziel zu kommen. Die Bibel ist auch so etwas wie ein Navi. Sie gibt Orientierung, wo man den Durchblick verliert. Sie tröstet, wenn etwas Schreckliches passiert. Sie spricht Wertschätzung und Achtung gerade den Menschen aus, die nicht auf der Überholspur unterwegs sind. Beim Lesen der Bibel werden sie selbst noch viel mehr entdecken.“

Das erste Kapitel des Buches „Spurwechsel“ enthält Erzählungen, Impulstexte und Gedichte zur Orientierung. Mit dem Kapitel „Haltepunkte“ sind bedeutende Glaubenstexte aus der Bibel verknüpft. Wenn eigene Worte fehlen, bieten die Gebete und Denkanstöße, die im Kapitel „Brücken zu Gott“ gesammelt sind, Inspiration. Das umfangreiche Kapitel „Rat und Hilfe“ rundet das Fernfahrerbuch ab. Smartphone und Tablet ermöglichen von unterwegs den Zugang in das World Wide Web. So werden die Internetseelsorge, die Telefonseelsorge, die Online-Beratung der Caritas sowie andere Beratungsstellen und Infoseiten vorgestellt. Mit dabei ist auch ein kleiner Atlas mit den Standorten der Autobahnkirchen. Ein QR-Code hilft, um schnell auf die entsprechenden Webseiten zu springen.

Jungkunz wies bei der Vorstellung auch auf die beigelegte Hörbuch-CD hin, die auch während der Fahrt ausgewählte Texte und Musik für unterwegs bietet.

Jungkunz dankte bei der Präsentation in Lichtenfels den Franke-Strolchen e.V., die das Truckerfest organisieren und diesen „Auftritt“ ermöglichten sowie der 2. Bürgermeisterin von Lichtenfels Sabine Rießner für die Unterstützung der Stadt.

„OnTour“ ist in den Büros der Betriebseelsorge oder gegen eine Schutzgebühr von 7,50 Euro (plus Porto) im Infoladen des Bistums Mainz (www.infoladen-bistum-mainz.de) zu bekommen. Nähere Informationen zu dem Buch gibt es im Büro der katholischen Betriebsseelsorge Bamberg (Ludwigstraße 25, 96052 Bamberg, E-Mail: betriebsseelsorge@arbeitnehmerpastoral-bamberg.de, Telefon: 09 51 / 9 15 91 52).

OnTour