Wohnen ist Menschenrecht

Unter dem Motto „Wohnen ist Menschenrecht“ hat der Arbeitskreis Armut am Freitag den 28.10.2016 auf dem Marktplatz in Coburg mit einem „öffentlichen Wohnen“ auf die Probleme armer Menschen auf dem Coburger Wohnungsmarkt aufmerksam gemacht. In Coburg wird zwar aktuell viel gebaut, dennoch fehlt es an bezahlbarem Wohnraum für die Coburger Bürger, die am Rande des Existenzminimums leben müssen. Seit Jahren macht der Arbeitskreis Armut mit unterschiedlichen Aktionen auf diese Problematik aufmerksam und ist auch mit den Verantwortlichen im Gespräch. Dennoch ist die Situation immer noch alarmierend! Auf der Warteliste der Wohnbau stehen immer noch über 1000 Menschen. Gleichzeitig wird vom Jobcenter fast jeder Vierte Hartz-IV-Empfänger aufgefordert sich günstigeren Wohnraum zu suchen – den es faktisch nicht gibt – da sie in sogenannten „unangemessenen“ Wohnungen leben. Wie „unangemessen“ arme Menschen leben, das hat der Arbeitskreis Armut mit seiner öffentlichen Wohnaktion gezeigt. In einem Pavillon wurde ein typisches Wohnzimmer, nachgebaut, in dem sich das komplette Leben einer mehrköpfigen Familie auf engstem Raum abspielt.
Nur wenige Meter entfernt vom Marktplatz findet zur Zeit in der Stadtbücherei die Ausstellung „My home is my castle“ statt, in der in beeindruckenden Fotografien des Künstlers Peter Litvai Unterkünfte von Familien und Personen in Armutslagen in Deutschland gezeigt werden. Veranstalter der Ausstellung ist das Diakonische Werk Coburg in Kooperation mit dem Gymnasium Alexandrinum, der Stadtbücherei Coburg, dem Arbeitskreis Armut und dem Philosophischen Café der Hochschule Coburg. Die Ausstellung ist noch bis 19.11.2016 in der Stadtbücherei Coburg zu sehen (Informationen unter: www.coburg.de/stadtbuecherei).