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Arbeit ist Menschenrecht:Den Mensch in die Mitte – nicht die Profite!

20. Arbeitnehmerwallfahrt nach Vierzehnheiligen
Datum:
Veröffentlicht: 14.10.26
Von:
Thomas Reich, Kath. Betriebsseelsorge

Zum 20. Mal gingen wir gemeinsam den Weg zur Basilika Vierzehnheiligen.

Seit Oktober 2007 tragen wir in den Gebeten und Gesängen die Ängste und Sorgen, aber auch die Hoffnungen und Sehnsüchte von Arbeitnehmenden, von Arbeitssuchenden und Auszubildenden mit uns. In diesen 20 Jahren hat sich vieles verändert; der Druck und die Belastungen in der Arbeitswelt sind für viele größer geworden, und wer ohne Arbeit ist, fühlt sich stärker ausgegrenzt. Dies ist zunehmend nicht nur ein individuelles Problem, sondern wird oft auch strukturell gefördert, wie die jüngsten Reformvorhaben zeigen.

Daher fordert auch Papst Leo in seiner neuen Enzyklika, „Systeme zu entwickeln, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen und nicht nur auf Leistung oder Produktivität ausgerichtet sind.“ (MH150). Das Schicksal der Menschen fordert Solidarität und gemeinsames Tragen.

Seit 19 Jahren bleiben wir auf dem Weg vier Mal stehen, hören die Schläge der Mahnglocke und formulieren unsere Hoffnungen, Haltungen und Forderungen an Politik und für die Gesellschaft. In diesen verunsichernden Zeiten zeigen wir und sagen wir bewusst, wofür wir stehen. Stehen heißt dann Haltung zeigen, Position beziehen, Stand halten, verwurzelt sein, widerstehen und handeln in der Hoffnung auf ein gutes Leben, eine gute Arbeit, ein gutes Miteinander mit Respekt vor allen Menschen.

Im Vertrauen auf Gott und in der Solidarität mit den Nothelfern konnten wir den Wallfahrtsweg gemeinsam gehen, miteinander Gottesdienst feiern und Ermutigung erfahren.