Die Beratungsstellen für Arbeitslose sind Einrichtungen der katholischen Kirche und gehören zur Arbeitnehmerpastoral der Erzdiözese Bamberg.
Arbeitslosigkeit ist seit Jahrzehnten ein großes Problem in der Bundesrepublik Deutschland.
Bis in die 1980er Jahre hat die Politik Maßnahmen dagegen als ihre Verantwortung angesehen. Seit den 1980er Jahren hat sich die Politik aus der Verantwortung verabschiedet und überlässt das Feld allein der Wirtschaft.
Maßnahmen, die gegen „Arbeitslosigkeit“ unternommen werden, richten sich seitdem zunehmend gegen die Betroffenen. Das Problem der strukturellen Arbeitslosigkeit wird individualisiert und zu einem Problem des Arbeitslosen umgedeutet.
Die Menschen, die hinter jeder Zahl der Arbeitslosenstatistik stehen, werden nicht mehr gesehen, sondern von Teilen der Politik und der Medien als Verursacher verunglimpft.
Wir sind Ansprechpartner*innen für Menschen ohne Arbeit, Menschen, die von ihrer Arbeit nicht leben können,die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, oder in ihrer Tätigkeit nicht mehr bleiben können.
Der Ansatz unserer Arbeit ist es, den ganzen Menschen zu sehen, nicht nur beschränkt auf den Aspekt der Arbeitslosigkeit.
Deshalb ist es in unserer Arbeit wichtig, mit dem Menschen gemeinsam einen Weg zu gehen, nach Lösungen zu suchen, dabei zu unterstützen schwierige Lebenssituationen auch auszuhalten, den Menschen zu stärken selbst Handlungsmöglichkeiten zu sehen und zu haben.
Unsere Arbeit ist parteilich, auf der Seite der Menschen.
Dazu gehört es auch im Rahmen unserer Möglichkeiten, in der Öffentlichkeit immer wieder dafür zu arbeiten, dass die tatsächliche Situation der Menschen gesehen wird, zu informieren und aufzuklären, als „Lobby“ für die, die sonst nicht gehört werden, oder sich selbst in der Öffentlichkeit nicht zu Wort melden.
Das ist für uns der Ausdruck der lebendigen Soziallehre der katholischen Kirche.